Nein zur Klybeckinsel-Initiative: Für eine soziale und ökologische Entwicklung des Areals

06.05.2026

Die JUSO Basel-Stadt stellt sich entschieden gegen die Klybeckinsel-Initiative, über die am 14. Juni im Kanton Basel-Stadt abgestimmt wird. Die Initiative droht, den breit abgestützten Kompromiss zunichte zu machen, der mit dem Gegenvorschlag zur JUSO-Initiative „Hafen für Alle - Freiräume statt Luxusprojekte“ erreicht wurde.

Die Klybeckinsel-Initiative fordert die vollständige Aufforstung der Klybeckinsel sowie die Renaturierung des Altrheins. Das Anliegen nach mehr Grün- und Erholungsflächen ist berechtigt und wird von der JUSO Basel-Stadt ausdrücklich unterstützt. Co-Präsidentin Rachele Betschart hält fest: „Im Kleinbasel gibt es zu wenig Grünflächen und Erholungsräume. Gerade im Sommer leidet die Bevölkerung zunehmend unter Hitze, was sich auch negativ auf die Gesundheit auswirkt.“

Doch die Initiative greift zu kurz. Der Gegenvorschlag, der im Zuge der JUSO-Initiative „Hafen für Alle - Freiräume statt Luxusprojekte“ erarbeitet wurde und zum Rückzug der Initiative führte, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Er verbindet ökologische Aufwertung mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und Raum für alternative Kultur. Damit trägt er den vielfältigen Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung.

„Überrissene Mieten sind in ganz Basel ein zentrales Problem. Es ist der falsche Weg, Grünflächen gegen bezahlbaren Wohnraum auszuspielen“, sagt Co-Präsident Leon Bürgin. „Der Gegenvorschlag zeigt, dass beides möglich ist: ökologische Aufwertung und soziale Stadtentwicklung.“

Die JUSO Basel-Stadt setzt sich für eine nachhaltige und bedarfsorientierte Entwicklung des Klybeck-Areals ein. Die Klybeckinsel-Initiative hingegen reduziert die Zukunft dieses wichtigen Stadtgebiets auf eine eindimensionale Nutzung und gefährdet damit einen ausgehandelten Kompromiss.

Die JUSO Basel-Stadt empfiehlt deshalb ein klares Nein zur Klybeckinsel-Initiative.