Baselbieter Jungparteien gegen Ausbau der Fossilen Energien in Muttenz

29.03.2023

Die Baselbieter Jungparteien JUSO, jgb, jevp, junge Grünliberale und Die Junge Mitte sprechen sich gemeinsam deutlich gegen den Bau eines LNG-Terminals auf dem Areal der Schweizerhalle aus. Der rückwärtsgewandte Ausbau von fossilen Energien inmitten der Klimakrise bremst den dringend notwendigen Ausbau erneuerbarer Energien gefährlich aus und ist für die Versorgungssicherheit nicht notwendig, wie eine neue Studie der ZHAW zeigt. Die Jungparteien sind überzeugt: Für das Gelingen der Energiewende müssen wir von den klimaschädlichen Systemen wegkommen, in nachhaltige Technologien investieren und erneuerbare Energien massiv ausbauen.

Mit dem Bau eines LNG-Terminals wird die Infrastruktur für fossile Energieträger langfristig ausgebaut. Gerade mit Bezug auf die moderate Klimastrategie des Kantons zeigen sich die Jungparteien vom Vorhaben des Gasverbund Mittelland irritiert. Der Bau eines LNG-Terminals auf Baselbieter Boden ist nicht vereinbar mit dem Ziel der Baselbieter Regierung, so schnell wie realistisch möglich von fossilen Energieträgern wegzukommen. Fossile Infrastrukturen laufen einer zukunftsfähigen Klima- und Energiepolitik grundsätzlich zuwider. Wir können uns klimaschädliche Projekte wie dieses nicht mehr leisten!, sagt Fina Girard, Präsidentin junges grünes bündnis. Die fünf Jungparteien sprechen sich gemeinsam gegen neue Infrastrukturen für fossile Energieträger aus. Umut Gökbas, Präsident der jungen Grünliberalen, ergänzt:Der Ausbau der Infrastruktur für fossile Brennstoffe wäre bedauerlich und würde nur einen Rückschritt in der Klimapolitik bedeuten. Die Industrie soll durch Anreize bei der ökologischen Energiewende wirtschaftlich unterstützt werden.

Flüssigerdgas wird häufig durch Fracking gewonnen: Ein Prozess, bei dem Treibhausgase emittiert werden und giftige Chemikalien in Boden und Grundwasser gelangen können. Ausserdem muss das Flüssigerdgas unter enormem Energieaufwand auf -162 Grad heruntergekühlt werden, um überhaupt transportfähig zu sein. Im Kampf gegen die Klimakrise dürfen solch klimaschädliche Energieträger keine Option sein. Clara Bonk, Co-Präsidentin der JUSO Baselland findet klare Worte: Ein solcher Ausbau der fossilen Energien ist ein Hohn gegenüber den Menschen im globalen Süden und der jungen Generation, deren Leben durch die Klimakrise schon jetzt bedroht und ausgelöscht werden. Gemeinsam fordern sie die Baselbieter Regierung dazu auf, sich öffentlich gegen den Plan des GVM zu positionieren, wie dies der Kanton Basel-Stadt schon getan hat.

Eine neu erschienene Analyse der ZHAW belegt zudem, dass die Schweiz ihre Strom- und Energieversorgung auch ohne Reservekraftwerke bewältigen kann.[1] Der Bau neuer LNG-Infrastruktur ist also nicht nur klimaschädlich, sondern auch nicht notwendig.

Stattdessen fordern die Jungparteien den Kanton auf, den Ausbau der erneuerbaren Energien nun endlich konsequent anzugehen. Rahel Amacker, Vorstandsmitglied Die Junge Mitte Baselland fasst zusammen: “Für eine zukunftsfähige Wirtschaft müssen wir auf erneuerbare Energien setzen!”


[1] https://www.zhaw.ch/de/medien/medienmitteilungen/detailansicht-medienmitteilung/event-news/es-geht-auch-ohne-gaskraftwerke/