DJ Mahmut Orhan zeigte in Dielsdorf vor tausenden Menschen den Wolfsgruss. Der Wolfsgruss ist das Handzeichen türkischer Faschisten – der sogenannten „Grauen Wölfe“ – die für Morde und Massaker an Alevit*innen, Kurd*innen und Linken verantwortlich sind. Die JUSO Basel-Stadt ist empört und wehrt sich gegen Orhans Auftritt in Riehen.
Die Grauen Wölfe sind keine Randerscheinung. Sie sind eine rechtsextreme Bewegung des türkischen Nationalismus – aktiv in der Türkei wie auch in Europa. Bekannt sind sie für Attentate, Einschüchterung und menschenverachtende Propaganda
«Wer den Wolfsgruss zeigt, solidarisiert sich mit dieser Gewalt. Die nachträgliche „Entschuldigung“ von Mahmut Orhan ist ein durchschaubarer Versuch, die Wogen zu glätten – politisch ist sie wertlos», meint Noé Pollheimer, JUSO-Einwohnerrat in Riehen.
So ist Mahmut Orhan bereits in der Vergangenheit an mindesten einem anderen Auftritt mit dem Wolfsgruss aufgefallen.1 Faschistische Symbole sind keine „Missverständnisse“. Wer sie benutzt, darf keine Plattform bekommen.
Die JUSO Basel-Stadt fordert die Fondation Beyeler und den Gemeinderat von Riehen auf:
Der Auftritt von Mahmut Orhan am 16. August in Riehen muss sofort abgesagt werden.
Wenn wir als Gesellschaft nicht einmal den Mut aufbringen, einem Faschisten die Bühne zu verweigern, machen wir uns mitschuldig an der Verharmlosung rechter Gewalt.
Kein Fussbreit dem Faschismus – auch nicht in Riehen.