Sieht so Freisinn aus?

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Die JUSO Basel-Stadt reagiert auf das Crowdfounding des Jungfreisinns mit Unverständnis.

Rechtzeitig zum ersten nasskalten Herbsttag hat der Jungfreisinn Basel-Stadt ein Crowdfounding gestartet, das dafür gedacht sei, Bussen zu bezahlen, die durch das illegale Benutzen von Lautsprechern im Öffentlichen Raum entstehen. Die JUSO Basel-Stadt findet diese Vorgehensweise lächerlich und inkonsequent.

“Im Herbst kurz vor den Wahlen ein Crowdfounding zu lancieren, das sich auf eine Problematik bezieht, die vor allem im Sommer auftritt, entlarvt das ganze Projekt als traurigen Versuch, Aufmerksamkeit zu erlangen und Solidarität vorzuheucheln. Wo bleibt da die vielgepriesene Eigenverantwortung, die einer der zentralen Punkte bürgerlicher Politik darstellt?” hinterfragt Jessica Brandenburger, Co-Präsidentin das Crowdfounding.

“Diese Symptombekämpfung des Jungfreisinns ist inkonsequent. Der direkte Weg, nämlich den ebenfalls freisinnigen Regierungsrat Baschi Dürr, der für diese extrem enge und unverhältnismässige Gesetzesauslegung verantwortlich ist, deswegen anzugehen, ist ihnen vor den Wahlen wohl zu heikel. “Verbote verbieten” war der Slogen des Jungfreisinns BS bei den letzten Wahlen. Passender wäre “Verbote finanzieren” kommentiert Mirjam Kohler, Co-Präsidentin der JUSO Basel-Stadt.

Natürlich hat das Crowdfounding auch seine guten Seiten: Die JUSO Basel-Stadt kann sich in Zukunft die Bewilligungsgebühr für Lautsprecher bei Demonstrationen sparen. Die Jungpartei möchte ausserdem darauf hinweisen, dass sie sich dezidiert gegen die Bussenpraxis betreffend des neuen Gesetzes ausspricht. Klar ist, dass das Problem am Ursprungsort angegangen werden muss.

Konsequenz heisst, mehr Mut zur Freiheit: Baschi Dürr abwählen!

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