JUSO und Jf gegen das Hooligankonkordat

Jungfreisinnige und JUSO gemeinsam gegen das Hooligankonkordat: Gegen Symptombekämpfung und Stigmatisierung. Die beiden Jungparteien kritisieren insbesondere Massnahmen wie die geplante Durchführung von Intimkontrollen und die Schaffung einer Datenbank, welche eine unzumutbare Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellen.

Die Juso und die Jungfreisinnigen setzen sich gemeinsam gegen das Hooligankonkordat ein.   Die von der Kantonalen Konferenz der Polizei- und Justizdirektoren (KKJPD) vorgestellten Massnahmen gegen den „Hooliganismus“ sind der letzte Gipfel einer Hetzjagd von bestimmten 
Medien und trittbrettfahrenden „Sicherheitsexperten“ aus der Politik gegen die Fankultur im Fussball. Ganze Fan-Kurven zu kriminalisieren, indem man ihnen Gewaltbereitschaft und Fahrlässigkeit unterstellt, zeugt von einem unglaublichen Unverständnis dieser „Experten“. Die aktuellen Forderungen setzen das Abbrennen von Feuerwerk (Pyros) im Stadion mit Gewalt gegen Menschen und krimineller Energie gleich. Die im Konkordat festgelegten Massnahmen zur Verhinderung der Pyros beinhalten Körper- und Intimkontrollen am Stadioneingang. Dies schränkt nicht nur die persönlichen Freiheiten aller Fans massiv ein, sondern diese Unverhältnismässigkeit verursacht auch eine enorme Steigerung der Sicherheitskosten. Dass diese Kostenexplosion den Fans angelastet wird und im gleichen Atemzug deswegen noch härtere Massnahmen gegen sie gefordert werden, zeugt von bitterer Ironie.
Die mit dem Konkordat neu erschaffenen Datenbanken betreffen vor allem junge Menschen und kriminalisieren sie zum grössten Teil zu Unrecht. Damit werden friedliche Matchbesucher wegen einigen Wenigen bestraft und ihrer Freiheit beschnitten. Wir fordern deshalb eine Rückkehr der KKJPD zum Runden Tisch mit den Fanarbeitern und den Fangruppierungen. Nur im Dialog können sinnvolle und nachhaltige Lösungen für gewisse Probleme, die es ohne Zweifel auch gibt, gefunden werden.

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