JUSO Basel-Stadt nominiert Nationalratskandidierende

An unserer Mitgliederversammlung haben wir die Nationalratskandidierenden für die Parlamentswahlen im Herbst nominiert. Nach einem intensiven Hearing mit Kampfwahlen dürfen wir eine gut durchmischte Liste von motivierten Menschen präsentieren. Nominiert wurden (in alphabetischer Reihenfolge):

Seyran Dilekci (20), Vorstandsmitglied der JUSO Basel-Stadt, absolviert eine Berufslehre als Drogistin EFZ. ”Ich will mich gegen Lohndiskriminierung einsetzen! Wie kann es sein, dass dies in unserer modernen Gesellschaft, in der die Rollenverteilung sehr variiert, noch der Fall ist. Dieses veraltete Denken muss geändert werden!”

Nicolas Eichenberger (28), Präsident der JUSO Basel-Stadt, arbeitet nach seiner Berufslehre zum Multimediaelektroniker EFZ als Audio Video Techniker und Audio Operator. „Wir gehen mit unserem Planeten um als hätten wir drei weitere auf Lager. Die Parlamentsmitglieder in Bern haben viele Chancen verpasst, die Weichen für ein nachhaltiges Wirtschaftssystem zu stellen.“

Livia Kläui (21), absolviert eine Berufslehre als Kauffrau EFZ. „In unserer Gesellschaft zählt immer mehr nur der Profit: Unter Freiheit wird nur Wirtschaftsfreiheit  verstanden und wer diesem System scheinbar nicht dient, wird diskriminiert: So bekommen Frauen* noch immer nicht den selben Lohn für dieselbe  Arbeit und Arbeitnehmende werden ausgebeutet.“

Nino Russano (18), Sekretär der JUSO Basel-Stadt ist Gymnasiast am Gymnasium Leonhard.

“Ich setze mich für die radikale Senkung des ökologischen Fussabdrucks der Schweiz auf unter eine Erde und eine soziale Politik für die Schwächsten in unserer Gesellschaft ein. Wir brauchen eine soziale und ökologische Wende in der Schweiz und dafür möchte ich mich engagieren!”

Lucas Wirz (29), arbeitet nach seiner Berufslehre zum Konstrukteur EFZ mit Matura als Design Engineer R&D. “Ich fordere mehr Freizeit für alle, also konkret eine Reduktion der Wochenarbeitszeit. Zudem soll die Familienplanung durch das Einführen von Elternzeit erleichtert werden. Ich bin überzeugt, dass jüngere Menschen unsere Politik gerechter gestalten.”

In unserem Wahlkampf haben wir uns auf vier Kernthemen festgelegt.

Verteilungsgerechtigkeit: In der reichen Schweiz leben über 600’000 Menschen unter der Armutsgrenze, sie werden von Abbaumassnahmen bedroht, während gleichzeitig der Reichtum des reichsten Prozent stetig ansteigt.
Feminismus: Für die Gleichberechtigung aller Geschlechter in jeder Lebenslage. Die Chancen, Privilegien und Pflichten dürfen nicht von einem Geschlechtsorgan abhängen.

Klimawandel: System change not climate change! Ein kapitalistisches Wirtschaftssystem ist unfähig den von uns Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Wir wollen einen Systemwandel, der Mensch und Natur dient!

Migration: Wir leben in einer total globalisierten Welt. Viele unserer Konsumgüter haben von der Welt mehr gesehen als unsere Grosseltern. Wer wohin reisen darf, entscheidet das Portemonnaie oder die Geburt-Lotterie. Freiheit sieht anders aus!

 

 

JUSO Basel-Stadt fordert Kündigung von Adrian Spahr nach dessen Verurteilung

Gestern wurde Adrian Spahr, Co-Präsident der Jungen SVP Kanton Bern und Mitglied der Basler Polizei, von einem Berner Regionalgericht in zweiter Instanz der Rassendiskriminierung schuldig gesprochen. Zusammen mit Nils Fiechter, ebenfalls Co-Präsident JSVP Kanton Bern, befand das Gericht den Tatbestand der Rassendiskriminierung als erfüllt und sprach dieses Urteil. Im Februar 2018 veröffentlichten sie ein Wahlplakat mit dem Slogan „JSVP-Kandidaten wählen – Transitplatz für Zigeuner verhindern!“, ergänzt mit einer inakzeptablen “Karikatur”.

“Wir möchten nun von Regierungsrat Baschi Dürr wissen, ob dieses eklatante Fehlverhalten auch angemessene Konsequenzen mit sich tragen wird. Um Polizist*in zu werden, braucht man einen tadellosen Leumund. Nach dieser Verurteilung ist der Verbleib von Adrian Spahr bei der basel-städtischen Polizei nicht mehr tragbar”, sagt Alexandra Köbelin, Vizepräsidentin der basel-städtischen JUSO.

Wir fordern klare Konsequenzen vom Zuständigen Regierungsrat, (verurteilte) Rassist*innen dürfen nicht auf die Bevölkerung losgelassen werden. Dies schadet dem bereits fragilen Vertrauen in die Polizei. Zudem fordern wir interne Abklärungen, ob es sich hier um einen Einzelfall handelt.
“Wir wissen das Adrian Spahr unter anderem an der “Basel Nazifrei” Demo im November auf dem Messeplatz im Einsatz war. Es ist befremdlich dass Rassisten mit Gummischrotgewehr und Polizeimarke in Basel angeblich für “Recht und Ordnung” sorgen.” sagt Nicolas Eichenberger, Präsident der JUSO Basel-Stadt. Natürlich ist es unwahrscheinlich das die gesamte Basler Polizei rassistisches Gedankengut vertritt. Dennoch ist dies nicht der erste solche Fall, mit welchem das Basler Gewaltmonopol zu kämpfen hat.  

Abstimmungsparolen der JUSO Basel-Stadt für den 10.02.2019

Die JUSO Basel-Stadt hat an ihrer Mitgliederversammlung vom 10.12.2018 folgende Abstimmungsparolen für die Abstimmungen im Februar gefasst:

National:
JA zur Zersiedlungsinitiative

Kantonal:
JA zum Staatsvertrag zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft betreffend Planung, Regulation und Aufsicht in der Gesundheitsversorgung

NEIN zum Staatsvertrag zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft über die Universitätsspital Nordwest AG und Beteiligungsgesetz USNW

NEIN zur Änderung des Gesetzes über die direkten Steuern (Basler Kompromiss zur SV 17)

JA zur Realisierung von Massnahmen zu Gunsten des Fuss- und Veloverkehrs in der St. Alban-Vorstadt zwischen St. Alban-Graben und Malzgasse im Zuge anstehender Erneuerungsarbeiten

JUSO Basel-Stadt mit erneuertem Vorstand

An der Jahresversammlung am 17. November 2018 wurde der Vorstand neu zusammengestellt. Livia Kläui ist aus beruflichen und zeitlichen Gründen zurückgetreten, sie bleibt weiterhin ein aktives Basismitglied in der JUSO Basel-Stadt. Der Vorstand möchte sich auch auf diesem Wege nochmals bei Livia für ihren Einsatz bedanken.
Die Mitglieder wählten an der ordentlichen Jahresversammlung neu Renate Takacs (31, Logistikassistentin Bereich Distribution) und Seyran Dilekci (20, Drogistin EFZ in Ausbildung) als Beisitzerinnen in den Vorstand.

Der neue Vorstand der JUSO Basel-Stadt setzt sich damit folgendermassen zusammen:
Präsident: Nicolas Eichenberger
Vize-Präsidium: Alexandra Köbelin und Philipp Schuler
Sekretär: Nino Russano
Kassier: Hannes Hui
Beisitzer*innen: Hasret Cun, Angus Duffy, Renate Takacs und Seyran Dilekci.

Medienmitteilung JUSO Basel-Stadt vom 22.November 2018

Engstirnigkeit darf die Basler Hafenkultur nicht zerstören!

Medienmitteilung vom 05. Nov 2018

Die JUSO Basel-Stadt ist enttäuscht, wie engstirnig und verbittert die Kultur auf dem Klybeckquai torpediert wird. Deshalb fordern sie von AUE und vom BVD, dass durch die Errichtung einer Lärmschutzwand zwischen Zwischennutzung und dem angrenzenden Quartier dieser Konflikt noch diesen Winter gelöst wird.

Die JUSO Basel-Stadt akzeptiert nicht, dass anstelle sinnvolle Lösungen für alle Beteiligten zu finden, die Betreiber*innen der Lokale mittels horrenden Bussen vertrieben werden sollen. Seit Jahren versuchen einzelne Personen mittels Einsprachen und Klagen das kulturelle Angebot im Klybeckquai zu sabotieren. Wieso die seit langem bekannte Situation nicht bereits entschärft wurde, so dass alle Beteiligten miteinander leben können, kann die JUSO Basel-Stadt weder verstehen noch akzeptieren. “Wie die Behörden und gewisse Anwohnende mit der Situation „umgehen“ grenzt mittlerweile an einen Kleinkrieg im Kindergarten”, so Alex Köbelin, Vizepräsidentin der JUSO Basel-Stadt. Dies wird dem grossen kulturellen Angebot, welches auf dem Hafenareal beheimatet ist, nicht gerecht.

Philipp Schuler, Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt dazu: “Das Errichten einer Lärmschutzwand entlang der Gleise wäre wohl die einfachste Methode, um die Situation schnell und einfach zu entschärfen – und dies ganz ohne Vertreibung.” Etwaige Lärmemissionen von den kulturellen Einrichtungen im Hafen würden so ganz einfach vom angrenzenden Quartier abgeschirmt werden. Daher fordern wir schnellstmöglich eine sinnvolle Lösung, welche die Anliegen aller Beteiligten ernst nimmt, ohne dabei die Kultur verstummen zu lassen oder gar zu verdrängen.

Es ist leider offensichtlich, dass Alternativ- und Jugendkultur abseits vom innerstädtischen Einheitsbrei bisher weder genügend Unterstützung noch eine langfristige Perspektive durch Politik und Verwaltung erhält. Die JUSO Basel-Stadt kündigt deshalb an, sich bis zum Ende des nächsten Jahres die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung der Kultur- und Freiräume in die Wege zu leiten.

Kontakt:

Philipp Schuler

Vizepräsident JUSO Basel-Stadt

[email protected]

076 377 42 28

Steuervorlage 17: Wir wollen das Referendum

Link zum Unterschriftenbogen

Entgegen der grossen Einigkeit im Grossen Rat nimmt der Widerstand gegen die Steuergesetzänderung Fahrt auf. Neben BastA! und jgb fordern auch der Basler Gewerkschaftsbund, der vpod region basel, die Gewerkschaft Unia Aargau-Nordwestschweiz, Jungparteien wie JUSO BS und Kommunistische Jugend sowie ausserparlamentarische Gruppierungen einen Volksentscheid über die Steuervorlage 17.

Zwar sind die Entlastungsmassnahmen gegenüber der Bevölkerung ausdrücklich zu begrüssen, jedoch wiegen sie die voraussichtlichen Steuerausfälle und die damit verbundenen negativen Folgen für die soziale Sicherheit und den Service Public nicht auf. Schon jetzt mahnt die bürgerliche Parlamentsmehrheit – trotz Überschüssen! – zu Sparmassnahmen auf Kosten des Service Public, der Kantonsangestellten und der sozialen Sicherheit.

Da die anstehenden Steuerausfälle nur zum Teil mit einer ungesicherten Ausgleichszahlung des Bundes kompensiert werden, birgt die Steuervorlage 17 das hohe Risiko zu noch grösseren Steuerausfällen. Ohne die Ausgleichszahlungen des Bundes könnte der Kanton in ein dreistelliges Millionendefizit rutschen.

Tatsache ist jedoch auch, dass die aktuell gute finanzielle Situation des Kantons Basel-Stadt bereits heute Entlastungsmassnahmen gegenüber der Bevölkerung, wie die Senkung des Freibetrags bei den Steuern für natürliche Personen, erlauben würde. Steuersenkungen für Unternehmen hingegen sind weder nötig noch garantieren sie den Erhalt hiesiger Arbeitsplätze.

Öl ins Feuer des interkantonalen Steuerwettbewerbs

Die Basler Tiefsteuervorlage heizt den interkantonalen Steuerwettbewerb massiv an und bringt andere Kantone unter Zugzwang, die heute bereits finanziell schlechter dastehen. Der Abbau staatlicher Leistungen ist damit überall vorprogrammiert und schadet dem Service Public genauso wie sozialer Sicherheit, Gesundheitsversorgung und guter Bildungs- sowie Betreuungsangebote. Diese Faktoren sind es aber, die den Werkplatz Schweiz für internationale Firmen attraktiv machen, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen.

Am Ende werden vor allem Frauen zahlen

Die Sparlogik, die auf Steuerdumping folgt, schiebt die Folgen in erster Linie auf die Frauen ab. Wer in Bildung, Betreuung, Gesundheit und Sozialem spart, vernichtet nicht nur wichtige Ressourcen, sondern spart auf Kosten derer, die in diesen Bereichen erwerbsarbeiten – hier mehrheitlich Frauen. Die Arbeit, die aufgrund der Einsparungen nicht bezahlt geleistet wird, aber getan werden muss, wie die Pflege und Versorgung von Kranken und Kindern, muss dann vermehrt gratis erbracht werden. Die bürgerliche Spar- und Krisenbewältigungstaktik, die auch hier greifen wird, trifft Frauen damit doppelt.

Internationale, solide Lösungen statt Rosinenpickerei
Die Schweiz befeuert mit solchen Vorlagen auch internationales Steuerdumping und zieht Gewinne aus strukturschwachen Regionen der Welt ab. Während einerseits tausende Milliarden US-Dollar in den UNO-Nachhaltigkeitsplan 2030 gesteckt werden, untergräbt die Schweiz die internationalen Entwicklungsziele massiv. Anstatt Steuerschlupflöcher zu schliessen, werden neue geschaffen. Es ist an der Zeit, der 40jährigen Abwärtsspirale der Unternehmenssteuern ein Ende zu setzen.

Gemeinsame Medienmitteilung.