Jahresbericht 2011

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Die Juso Basel-Stadt kann auf sehr positiv auf das Jahr 2011 zurückblicken. Eine stetig wachsende Mitgliederzahl, ein erfolgreicher 1.Mai (inklusive „Mobilsierungsparty“), die Sammlung der eigenen Initiative in rekordverdächtiger Zeit und eine äusserst gelungene Nationalratskampagne im Herbst haben gezeigt: „We fight for our rights“ und wir werden immer mehr. Dennoch war auch die Juso mit Rückschlägen konfrontiert. Die Übernahme der BaZ durch SVP-nahe Investoren, die Auslagerung der Basler Spitäler als Beispiele sind baselspezifische Ereignisse, welche die Juso durch das Jahr begleitet haben. Auf einer ganz anderen Ebene hervorzuheben ist das Massaker von Utoya, bei dem über 80 norwegische Genossinnen und Genossen auf brutale Art und Weise ermordet wurden. Es hat uns gezeigt, dass das Einstehen für Grundwerte wie Demokratie und Menschlichkeit aktueller und wichtiger denn je ist.

Die wichtigsten Aktivitäten der Juso Basel-Stadtim Jahr 2011 in einem kurzen Überblick:

  • Jeden Monat fand eine Mitgliederversam mlung statt. Die M Vs werden im Durchschnitt von 25-40 Personen besucht. Dabei wurden immer wieder auch grundsätzliche Themen diskutiert, bei denen sich alle Mitglieder aktiv in die Diskussion einbringen konnten. Auch u m grundsätzliche Fragen ging es beispielsweise an der MV im September, an der Christoph Brutschin (RR Basel- Stadt) und Sibel Arslan (GR Basel-Stadt) zum Thema der Sozialhilfe zu Gast waren.

Die JUS O BS war zudem stets an den Delegiertenversammlungen und der Jahresversammlung der JUSO Schweiz präsent und konnte an diesen auch zu gewissen Positionierungen (zum Beispiel beim Regierungsbeteiligungspapier) ihre Arbeit beitragen.

  • A m 7.Januar fand das Neujahrsessen der Juso beider Basel statt. Etwa 40 Leute fanden sich zum gemeinsamen Racletteessen ein. Die beiden Nationalräte Beat Jans und Eric Nussbaumer erzählten danach von ihrer Arbeitin der Energiekommission und diskutierten mit uns über Wahlchancen und Fernziele der SP.
  • A m 24. Januar fand eine Bildungsveranstaltung zum Thema „Aus- und W eiterbildungen in der Schweiz“ statt. Der Ökonom Rudolf Strahm, ehemaliger Preisüberwacher und langjähriger SP-Nationalrat diskutierte mit uns über die Stärken und Schwächen des schweizerischen dualen Bildungssystems. Besonders im Fokus stand dabei die Weiterbildung für Lehrlinge.
  • A m 23.April lancierte die JUS O mit der Initiative „Lebendige Kulturstadt für alle“ ihre erste eigene kantonale Initiative. Mit der Initiative sollen unter anderem Zwischen- und Umnutzungen vom Kanton aktiver gefördert werden.
  • Am 31. April veranstaltete die JUSO zusammen mit der Unia-Jugend unter dem Motto „Raise your voice“ein Vorkonzert zum 1.Mai auf dem Barfüsserplatz. Etwa 400 Leute wurden dabei von Bands aus der Region auf den Tag der Arbeit eingestimmt, an dem die JUSO dann auch mit einem eigenen Block teilnahm.
  • A m 17.Juni reiste eine D elegation von Basler JU S O S zur Partnerorganisation nach Stuttgart und revanchierte sich damit für den Besuch vor einem Jahr. Politische Schwerpunktthemen waren die Sicherheitspolitik und Auslandseinsätze, daneben wurde der gemütliche Teil natürlich auch nicht vernachlässigt und Stadt und Nachtleben erkundet.
  • A m 22. Juli schockierten die Ereignisse auf der norwegischen Insel Utøya die JUS O und die ganze restliche Welt. Über 80 junge Genossinnen und Genossen, die im Rahmen eines Jugendcamps auf der Insel weilten, wurden von einem Täter mit rechtsextremen Motiven ermordet. Die JUSO veranstaltete am nächsten Tag eine Gedenkfeier auf dem Marktplatz, an der Kerzen aufgestellt und ein Solidaritätsbrief herumgereicht wurde, der am IUSY zusam men mit einem Transparent skandinavischen GenossInnen überreicht wurde.

Am 25.Juli reiste eine Gruppe von JUSOS aus Basel zusammen mit der Delegation der Juso Schweiz an das Internationale Festival der Sozialistischen Jugend (IUSY). Während einer Woche wurden an verschiedensten Workshops und Referaten mit sehr interessanten und teilweise hochkarätigen ExpertInnen und PolitikerInnen aus der Internationalen diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und neue Erkenntnisse gewonnen. Daneben entstanden neue internationale Bekanntschaften, aus denen vielleicht auch einmal neue Organisationspartnerschaften entstehen könnten.

  • Die Periode von Anfang August bis zum 23.Oktober stand komplett im Zeichen des Nationalratswahlkampfes. Unter dem Motto „Fight for your right“ fanden wöchentlich Unterschriftssammlungen, Flyer- und Steckaktionen, sowie stets auch noch Aktionen zu den Themen Freiraum, Bildung (Hinterfragung des Numerus Clausus) und Lohngerechtigkeit statt. Daneben waren die KandidatInnen im Rah men der Polittour, die von der JUSO mit den anderen Jungparteien organisiert wurde, auf sechs Podiumsdiskussionen in den Schulen von Basel-Stadt präsent. Insgesamt

hat die JUSO über 30‘000 Flyer in Briefkasten gesteckt, 800 Feuerzeuge und 2‘000 Kondome sowie 400 Kugelschreiber verteilt.

  • Am 22. September reichte die JUSO die Initiative „Lebendige Kulturstadt für alle“ ein. Innerhalb von nur 4,5 Monaten wurden die benötigten Unterschriften von Basismitgliedern an unzähligen Freitag- und Samstagabend gesammelt. Die JUSO Basel-Stadt hat damit erstmals in ihrer Geschichte eine eigene Initiative ohne jegliche Unterstützungfertiggesammelt.
  • Am30.Septemberfanddie„Vote-In-Party“derJUSOaufdemSchiffstatt.Etwa 200 Besucher erlebten die Auftritte von Navel, Tre Cani und RapBau. Dabei erhielt vergünstigt Eintritt, wer sein Stimmcouvert in einer bereitgestellten Urne einwarf, ein Angebot das rege genutzt wurde.
  • Am23.OktoberfandsichdieJUSOgemeinsammitderSPzuerstimMessecenter und dann im Volkshaus ein, um gemeinsam die Resultate der Nationalratswahlen zu verfolgen. Für die JUSO waren diese Wahlen ein Erfolg: Der Wähleranteil wurde um 0,7% auf 1,6% gesteigert. Auch wenn die Stimmung aufgrund des Wahlergebnisses der SP gedämpft war, gilt es zu sagen: Der grosse Aufwand hat sich gelohnt, die

JUSO ist die stärkste Jungparteiin der Stadt!

  • Am 12.November fand ein grenzüberschreitendes Treffen mit den JUSOS Lörrach zum Thema „Gleichstellung“ statt. Rund 15 schweizerische und deutsche GenossInnen diskutierten in Workshops zu den Themen der innerparteilichen Gleichstellung, der Gleichstellung in Wirtschaft und Hochschulen, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der sexualisierten Gewalt. Als Gastreferenten traten unter anderem Regina Wecker (Historikerin) und Luisa Boos(stellvertretende LandesvorsitzendeJUSOS BaWü)auf.

Es ist wie schon letztes Jahr festzustellen, dass bei dieser Aufzählung eine Reihe spannender Veranstaltungen aus Platzgründen ausgelassen werden mussten. Die JUS O hat wieder ein sehr aktives und intensives Jahr hinter sich. Als sehr erfreulich ist sicher die breite Beteiligung von vielen Mitgliedern an der Unterschriftensammlung, sowie dem Nationalratswahlkampf zu erwähnen. Aber auch das IUSY-Festival und das Grillfest im Sommer sind sicher Anlässe, die positiv in Erinnerung bleiben.

Mitgliedermässig hat die JUSO Basel-Stadt noch einmal einen gewaltigen Sprung gemacht. Vor einem Jahr durfte ich hier vom 108. Mitglied berichten, mittlerweile sind wir beim 150. angelangt! Ebenso erfreulich ist, dass der Frauenanteil in der Partei merklich gesteigert werden konnte, auch wenn es immerhin noch eine klare Untervertretung gibt. Diesen Anteil weiter zu erhöhen und auch für eine breite

aktive Beteiligung der Frauen zu sorgen, ist eine der Herausforderungen für nächstes Jahr genauso wie die Mitgliederbetreuung insgesamt und die Gestaltung eines Programms, an dem sich alle beteiligen können und berücksichtigt fühlen. Aufgrund der Stimmung in der Partei und der enormen Motivation aller sind wir überzeugt, dass wir diese Herausforderungen meistern können.

Basel, 20.11.2011
Für das Präsidium, Beda Baumgartner