JUSO Basel-Stadt fordert humane Lebensbedingungen im Qual-Asylzentrum Bässlergut!

Schockierende Vorfälle im Bässlergut Bundesasylzentrum wurden letzte Woche von der WOZ und dem SRF veröffentlicht. Asylsuchende und Mitarbeitende berichten von systematischer Gewalt, dem Missachten des Gesetzes und Rassismus gegenüber Geflüchteten, vor allem Personen aus dem Maghreb. Nach gewalttätigen Eingriffen von Mitarbeitenden im Bässlergut müssen immer wieder Geflüchtete im Spital behandelt werden; Geflüchtete verbringen Zeit in Isolationshaft, die weit über die gesetzliche Obergrenze liegt.

Dies ist nicht das erste Mal, dass die Leitung des Bässlerguts für menschenverachtende Vorfälle kritisiert wird. Jüngst, auch im Jahr 2020 wurde das Bässlergut dafür kritisiert, dass Kakerlaken und Ratten im Gebäude herumrennen. Auch wurden die Geflüchteten nicht ausreichend vor dem Coronavirus geschützt. Die UNO schreibt vor, dass Asylsuchende während ihrem Verfahren ein Recht auf menschenwürdige Lebensbedingungen haben. Die lange Liste an Geschehnissen im Bässlergut bezeugen, dass dieses Recht in Basel-Stadt missachtet wird. 

Die Geflüchteten im Bässlergut leben unter konstantem Stress, unhygienischen Bedingungen und unter ständiger Angst vor leicht provozierter Gewalt, auch zu Selbstverletzungen kommt es immer wieder. “Die unmenschlichen Zustände im Bässlergut fördern Gewalt und Selbstverletzung, so kann es nicht weitergehen!”, sagt Freija Geniale, Vizepräsidentin der JUSO Basel-Stadt. Für Angus Duffy, Sekretär der JUSO Basel-Stadt, ist die Sachlage nicht diskutabel: “Im Bässlergut werden Menschenrechte missachtet und Asylsuchende bekommen keinen Schutz; das Bässlergut muss sofort geschlossen werden und durch eine Institution ersetzt werden, welche eine humane Unterbringung garantiert.“

Solang eine Anstalt wie das Bässlergut weiterhin bestehen und unkontrolliert Gesetze brechen kann, können Asylsuchende in Basel-Stadt nicht in Sicherheit leben. Um die inhumanen Bedingungen für Asylsuchende in Basel-Stadt zu verbessern, muss das Bässlergut sofort ersetzt werden durch eine Institution, die den Asylsuchenden die humanen Lebensbedingungen gewährt, auf die alle Menschen ein Anrecht haben.

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