Nebenjob für einen Regierungsrat?

Der Erziehungsdirektor Conradin Cramer möchte Privatdozent an der Uni Basel werden.
Stattdessen sollte er sich lieber auf seine Aufgabe als Regierungsrat konzentrieren.
Erziehungsdirektor Conradin Cramer ist kurz davor die Lehrberechtigung zu erhalten.
Während Conradin Cramer dies tut, weil er eine Faszination für die Lehrtätigkeit hat,
scheinen das einige Basler Primarlehrkräfte nicht mehr zu haben. Grund dafür ist der
Leistungswahn an Basler Schulen, der schon im Kindergarten beginnt. „Wenn Conradin
Cramer Freude an der wissenschaftlichen Arbeit hat, soll er doch
erziehungswissenschaftliche Texte lesen.“, so Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO
Basel-Stadt.
In einem Leserbrief in der BaZ finden Lehrpersonen, dass seit Jahren kritische Einwände,
die pädagogisch begründet seien, oft nicht ernst genommen werden würden. Auch der
Wechsel im Erziehungsdepartement hat an dieser Tatsache nichts geändert, ganz entgegen
den Beteuerungen von Cramer im Wahlkampf. „Conradin Cramer soll sich lieber um die
Anpassung der Laufbahnverordnung kümmern. So können die siebenseitigen Lernberichte
in den Kindergärten bald der Vergangenheit angehören.“, findet Marina Waibel,
Vorstandsmitglied der JUSO.
Etwas Gutes kann die JUSO dem Engagement des Regierungsrates aber abgewinnen:
“Regierungsrat Cramer wird die Verschärfung der finanziellen Verhältnisse an der Uni, die er
selbst massgeblich mitverursacht hat, am eigenen Leib spüren” kommentiert Kohler.
Weitere Auskünfte
Mirjam Kohler
Präsidentin JUSO Basel-Stadt
079 961 77 41

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