Frei- und Lebensräume anstelle gesichtsloser Luxusimmobilien im Klybeckquai

(Medienmitteilung vom 11.8.2017)

Der Klybeckquai soll nach Meinung der Jungsozialist*innen komplett in die öffentliche Nutzung der Bevölkerung überführt werden. Sie fordern einen grossen Park mit Badesee sowie eine permanente Lösung für die heutigen Zwischennutzungen.

Im Fokus des öffentlichen Diskurs über städtebaulichen Tätigkeiten in Basel steht die Entwicklung des Industrie- und Pharmaareals im Klybeck. Dabei wird vergessen, dass direkt daneben mit dem Hafenareal eine grosse Fläche, welche ehemals prominent im Zusammenhang mit Rheinhatten diskutiert wurde, komplett aussen vor gelassen wird. „Es erweckt den Anschein, dass die ganzen „Beteiligungsveranstaltungen“ davon ablenken sollen, dass im Hafenareal Luxusimmobilien entstehen sollen, von denen die angestammte Bevölkerung einerseits nichts hat und gar durch steigende Mieten danach aus dem Quartier verdrängt werden“, so Philipp Schuler, Vorstandsmitglied der JUSO Basel-Stadt.

„In der Hafenstadtbefragung1 von 2015 haben sich 91% der Menschen in Klybeck und Kleinhüningen für Grün- und Freiräume auf dem Hafenareal ausgesprochen, davon ist in der heutigen Planung gar nichts mehr zu finden“, so Schuler weiter. Die JUSO schlägt vor, dass auf dem Hafenareal ein grosser Park entsteht, in dem ein grosser mit der Wiese und dem Rhein verbundener Badesee liegt. Damit würde die Lebensqualität gesteigert und ein wertvoller Beitrag zum städtischen Klima geleistet.

 

Wagenplatz und Freiräume auch im neuen Hafenareal!

 

Für die JUSO Basel-Stadt ist klar, dass der Wagenplatz auch im neuen Hafenareal seinen Platz bekommen muss “Diesmal ohne Einschränkungen durch Zwischennutzungen, die in erster Linie dazu da sind, die Wagenplatzfläche zu verkleinern” erklärt Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO Basel-Stadt. Davon abgesehen müssen Freiräume aber unbedingt ermöglicht werden. Deshalb fordert die JUSO, dass im Klybeckquai ein neues Konzept erprobt wird, indem Freiräume einen festen Platz zugesagt bekommen. „Eine grosse Fläche soll dauerhaft der Nutzung als Freiraum für Kultur, Individualität und Kreativität zur Verfügung stehen, damit Basel auch in Zukunft lebendig bleiben kann“, so Philipp Schuler. Gleichzeitig müsse aber auch das Bedürfnis der angrenzenden Wohnbevölkerung nach Ruhe respektiert werden. Dies könne man am besten dadurch erreichen, dass das Freiraumareal von einer Umbauung umrahmt wird. In diesen Räumlichkeiten sollen nach Vorstellungen der Jungsozialist*innen Gastrobetriebe, Ateliers, Konzerträume und Büros einziehen – alles, was selbst keine Probleme mit abendlichen Lärmemissionen hat. Dadurch würde die Wohnbevölkerung vor Lärm geschützt und zugleich Raum für Arbeitsplätze geschaffen.

 

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