Stadt statt Rendite: das Laboratoire Klybeck

Die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung der JUSO Basel-Stadt präsentiert nach ihrer Studie „Für Basel – Neuer Wohnraum für 15‘000 Menschen“ (2013)  und „Das Basler Dach – Idee zur Verdichtung im Bestand“ (2016) einen weiteren Beitrag zur Stadtentwicklung in Basel: das Laboratoire Klybeck.

 

Das Klybeck-Areal ist eines der grössten Transformationsgebiete in unserem Kanton. Die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung der JUSO Basel-Stadt unter der Leitung von Lukas Gruntz (Architekt BA FH) hat sich die Resultate der Testplanung genau angeschaut und diskutiert: Insgesamt kommen alle vier Szenarien ziemlich investor*innentauglich daher. Das ist in dieser frühen Planungsphase enttäuschend.

Will man Urbanität, muss man akzeptieren, dass sie unberechenbar ist. Das gilt auch für die Rendite.”

führt Lukas Gruntz aus. Die Testplanung stellt keinen Entwurf in die Zukunft hinaus dar. “Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist für uns, dass die Bodenfrage nicht offener diskutiert wird” legt er dar.  

 

Klare Forderungen mit Vision: das Laboratoire Klybeck

 

“Ein neues Quartier soll nicht dafür sorgen, dass die Wohnungsnot weiter verschlimmert wird. Deswegen fordern wir, dass auf dem Areal Wohnraum für doppelt so viele Menschen wie Arbeitsplätze geschaffen wird. Nur so kann eine Zunahme der Pendlerströme oder Prekarisierung des Wohnraumangebotes verhindert werden.”

sagt Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO Basel-Stadt. Doch nicht nur betreffend der Nutzungsart der Gebäude bestehen konkrete Ideen:

“Wir fordern den maximal möglichen Erhalt der bestehenden Bauten. Sie sind wichtige Zeugen der Industriegeschichte und tragen entscheidend zur Identität des Quartiers bei. Zudem ist ein Abbruch und Neubebauung aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll.”

erklärt Gruntz.

Ein weiteres zentrales Anliegen, das bei den vorliegenden Plänen nicht ausreichend berücksichtigt wurde, ist die Vernetzung des neuen Quartiers mit seiner Umgebung.

“Deshalb schlagen wird den Bau einer „Coulée Verte“, einem kontinuierlichen, erhöhten grünen Band, welches einerseits als Erholungsraum dient und andererseits die räumliche Vernetzung ermöglicht, vor. Zudem beinhaltet die Struktur auf Strassenniveau gemeinschaftliche sowie kleingewerbliche Nutzungen, die das Quartier beleben”

zeichnet Gruntz die Vision. Die „Coulée Verte“ würde aus den Einnahmen der Mehrwertabgabe finanziert werden.

Der gesamten Vorschlag ist hier online zu finden.

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