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Offener Brief zur Lernendensituation und der Rolle der Lehraufsicht: Eingreifen statt zuschauen!

Sehr geehrte Damen und Herren

Im Rahmen unserer Petition „Mehr Rechte für Lernende“ waren wir in den vergangenen Monaten regelmässig an den Berufsschulen in Basel präsent. Diese Besuche und die Erfahrungen unserer eigenen Mitglieder haben leider zu oft das Vorurteil gegen die Lehraufsicht bestätigt, dass diese zu passiv reagiert. Beiliegend einige Beispiele aus Basel, die wir hier anonymisiert präsentieren. Natürlich geben wir Ihnen gerne auf Anfrage die Kontaktdaten der betreffenden Lernenden damit Sie ihrem Leistungssauftrag nachkommen können. Aufgrund der Betriebshierarchien werden Ihnen viele Fälle von Rechtsverletzungen der Lernenden aus Angst nicht gemeldet. Wenn sie gemeldet werden, reagiert die Lehraufsicht leider sehr oft gar nicht, zu schleppend oder laut Rückmeldungen von Lernenden zu lasch.

Aus der schriftlichen Anfrage (14.5416 Schriftliche Anfrage Pascal Pfister betreffend Aufsicht und Kontrolle von Ausbildungsplätzen) ist u.a. zu entnehmen, dass konstruktiv nach Lösungswege für Lernende gesucht wird, aber es keine Statistiken zur Tätigkeit gibt. Auch würden nur selten unangekündigte Kontrollen stattfinden. Wir fordern deshalb regelmässige verdachtsunabhängige und unangekündigte Kontrollen der Lehrverhältnisse, verbunden mit einer engagierten Herangehensweise der Inspektoren und Inspektorinnen.

Sehr gerne sind wir für ein Gespräch mit Ihnen bereit und erwarten eine Rückmeldung innert eines Monats. Sollten sich die oben erwähnten Zustände nicht verbessern, können wir uns weitere (parlamentarische) Schritte vorstellen.

Freundliche Grüsse

im Namen der JUSO Basel-Stadt

Mirjam Kohler                                                                      Sarah Wyss

Vorstandsmitglied JUSO BS                                       Grossrätin JUSO/SP

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