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JUSO unterstützt mit über 20 Mitgliedern den BaZ-Druckerei Streik für eine faire Abgangsentschädigung

Die JUSO Basel-Stadt solidarisiert sich mit der Belegschaft der BaZ-Druckerei, die heute Abend in den Streik getreten ist. Über 20 Mitglieder der JUSO harren in eisiger Kälte bei der BaZ-Druckerei aus und unterstützten die Belegschaft moralisch. Die Belegschaft legte diesen Sonntagabend um 23.30 Uhr die Arbeit nieder.
Die JUSO Basel-Stadt setzt sich seit dem Beratungsmandat von Christoph Blocher bei der BaZ für Medienvielfalt in Basel ein. Mit Protestaktionen machte die JUSO immer wieder auf die dubiosen Besitzverhältnissen aufmerksam und betonte die Gefahr einer SVPisierung der Zeitung.
Was in den nächsten drei Jahren folgte, bestätigte die schlimmsten Befürchtungen: JournalistInnen wurde gekündigt, genauso Fotografinnen. Mehrere Kündigungen waren auch klar politisch motiviert.
Seit dem 8. Januar 2013 ist definitiv klar, dass nebst des rechten, inhaltlichen Kurses von Chefredaktor Markus Somm auch die Angestellten der Druckerei über die Klippe springen müssen. Die BaZ-Druckerei wird per Ende März 2013 geschlossen. Von der Schliessung sind 96 Personen betroffen, für etwa 74 Personen von ihnen bedeutet diese Entscheidung den Fall in die Arbeitslosigkeit.
Die Geschäftsleitung zeigte sich bis jetzt gegenüber den Forderungen der Belegschaft verschlossen. Die BetriebsmitarbeiterInnen fordern, um dem sehr schlechten Sozialplan überhaupt zustimmen zu können, eine Honorierung ihrer Arbeitsleistung und Treue mit einer einmaligen Abfindung von SFr. 1000.- pro Dienstjahr und MitarbeiterIn. Die JUSO unterstützt diese Forderung und fordert die Geschäftsleitung dazu auf, wenigstens bei der Schliessung so zu agieren, wie es einer solch traditionsreichen Zeitung würdig wäre.

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