Jugendbewilligungs-Modell soll überprüft werden

In  Zürich  sollen  Jugendliche  vereinfacht  legale  Feste  auf  öffentlichem  Raum organisieren  können.  Ein  Anruf  und  das  Einhalten  einiger  Bedingungen  reichen dafür.  Dieser  Schritt  geht  in  die  richtige  Richtung  und  ist  auch  für  Basel prüfenswert.Die Bedingungen sind jedoch teilweise realitätsfremd.
– So dürfe keine Werbung via social media getätigt werden. Da in Basel wildes Plakatieren  fast  gänzlich  verboten  ist,  ist  es  dringend  notwendig  Werbemöglichkeiten  für  nichtkommerzielle  Anlässe  zur  Verfügung  zu  stellen. Die APG-Plakate sind zu teuer dafür. 
– Dass prinzipiell die Feste für bis 25 jährige gedacht sind, ist für die Akzeptanz der Jugend gut. Endlich wird der Jugend Rechnung getragen. Allerdings muss man auch hier menschlich reagieren,  sodass 26-jährige nicht von einer Party weggewiesen werden .
– Die Nachtruhe um 22 Uhr ist in Zusammenarbeit mit der Quartierbevölkerung zu überprüfen und ggf. zu ändern.  In  Basel  gibt  es  bereits  vereinfachte  Möglichkeiten  Strassenfeste  (ohne Zusatzbewilligung  für  Lautsprecher)  zu  organisieren,  unabhängig  vom  Alter.  Es  ist  deshalb zu prüfen, wie die zwei Modelle sinnvoll kombiniert werden könnten.

Der öffentliche Raum ist für alle da. Ein Leben auf der Strasse belebt die Stadt, ein Zusammenleben  verschiedener  Interessen  ist  notwendig  für  eine  tolerante  Gesellschaft,  die  allen  Bedürfnissen  unter  gewissen  Regeln  versucht  gerecht  zu werden.
Das Anliegen der Jungfreisinnigen geht in die richtige Richtung, auch wenn der Weg der Petition zweifelhaft ist. Anstatt eine Petition zu lancieren, erscheint es der JUSO vorteilhafter direkt im Grossen Rat zu interpellieren oder an der Vernehmlassung des neuen  Allmendgesetzes  Nörg  teilzunehmen.  Doch  man  merkt,  dass  die Jungfreisinnigen aufgewacht sind und an die nächsten Wahlen denken.

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