Offener Dankesbrief an Peter Malama ;-)

Sehr geehrter Herr Malama

In der ablaufenden Legislatur hatten sie es nicht einfach. Zuerst wurden Sie von Ihrer Fraktion in die sicherheitspolitische Kommission abgeschoben, die aus gutem Grund von den meisten Akteuren und Beobachtern für relativ unwichtig gehalten wird. Dann hatten sie bei der Bundesratswahl keinerlei Unterstützung aus ihrer Fraktion. Und schliesslich hatten Sie doch noch einen grossen Erfolg – den nur leider in der Region kaum jemand mitbekommen hat. Wir haben uns darum dazu entschlossen, diesen Erfolg zumindest unter unsern Freunden bekannt zu machen: 

Sie waren als Fraktionssprecher federführend mit dabei, als der Nationalrat beschlossen hat, das Armeebudget um eine Milliarde Franken zu erhöhen, für fünf Milliarden Franken neue Kampfjets jetzt (bei günstigem Wechselkurs!!!) zu kaufen und die Mannstärke der Armee nicht unter 100’000 Mann zu senken. Zu diesem Erfolg können wir Ihnen nur ganz herzlich gratulieren! Es ist gut, dass dank Leuten wie Ihnen die Prioritäten bei den Ausgaben richtig gelegt werden. Denn durch die weisen Entscheidungen des Nationalrates zu unserer Armee bleibt weniger Geld übrig, das in anderen Bereichen verschleudert und verpulvert werden kann! Während der effiziente Mitteleinsatz durch unsere Armee sprichwörtlich ist, sind ja v.a. die Ausgaben im Bildungsbereich und bei der Verkehrsinfrastruktur völlig aufgebläht.

Ihre Haltung liegt auch im Basler Interesse und das wissen Sie als Gewerbedirektor ganz genau: denn unsere zahlreichen Basler Militärkasernen, sowie die Grösse unserer Rüstungsindustrie machen die Schweizer Armee zu einem Standortfaktor, der im Gegensatz zu Hochschul-Beiträgen, unnötigen Verkehrsprojekten und Sozialausgaben existentiell wichtig für unsere Region ist. Noch grossartiger wären diese Armeeausgaben nur, wenn man in Zukunft die vielen Soldaten dafür einsetzen könnte, im Interesse des hiesigen Gewerbes manche heimatmüde Baslerinnen und Basler vom Einkaufstourismus im Ausland abzuhalten… aber auf diese Idee sind sie sicher auch schon gekommen. Aber wir wollen uns nicht beklagen: schon so setzen Sie sich also so konsequent wie sonst niemand für die Interessen des Wirtschaftsstandortes Basel ein. Auch dafür gebührt Ihnen unser ganz herzlicher Dank!!! Und deswegen verbleiben wir mit unserem neuen Schlachtruf:

Pro militia! Pro patria! Pro Malama!

Ihre Jungsozialistinnen und Jungsozialisten Basel-Stadt

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