7. März: Renten, nicht Versicherungsgewinne sichern

NEIN zum Rentenklau!

Wer kassiert? (Beitrag von Ruedi Rechsteiner)

Über verschiedene Kanäle und mit diversen Mitteln werben auch die Basler Versicherungen für eine Senkung des Umwandlungssatzes bei den Pensionskassen. Sie wittern bei den Altersrenten ein Riesen-Geschäft! Das Unternehmen erzielt bereits heute eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent. Der Verwaltungsrats-Präsident hat seine Bezüge auf 6.2 Millionen Franken erhöht. Er „verdient“ somit 120 mal mehr als diejenigen Angestellten mit dem tiefsten Lohn. Und deshalb müssen die Renten gekürzt werden? Das finden wir nicht fair!

Die Argumente der Rentenabbauer sind nicht stichhaltig: 
 Argument 1: „Wir müssen den Umwandlungssatz senken, weil die Menschen älter werden und der Rentenkuchen länger reichen muss“. 
Auch wenn die Menschen älter werden, haben sie ein Leben in Würde verdient. Wir sind überzeugt: Wenn unsere Beiträge für unsere Renten und nicht für die Gewinne von Versicherungen verwendet werden, dann bracht es keine Rentensenkung. Die steigende Lebenserwartung wurde bereits bei der Gesetzesrevision 2003 berücksichtigt.
Argument 2: „Die Renditen sind gesunken, darum muss der Umwandlungssatz gesenkt werden.“ 
Sogar 2008, als die Börse ins Bodenlose fiel, haben noch mehr als die Hälfte der Versicherungen, die im BVG-Geschäft tätig sind, Geld verdient. Das ist der offensichtlichste Beweis, dass der aktuelle Umwandlungssatz nicht zu hoch ist. Tatsache ist: Die Aktionäre locken die Versicherungen mit Renditezielen von 16 Prozent. Wenn ein Arbeitnehmer den gleichen Versicherungen Geld übergibt, jammern diese, eine Rendite von 4 Prozent für das einbezahlte Alterkapital sei langfristig unrealistisch. Das kann nicht sein. Zudem: Während die Renditen höher lagen, stemmten sich die Versicherungen gegen höhere Mindestzinse mit dem Argument, es würden ja auch schlechtere Zeiten kommen. Das scheinen sie vergessen zu haben und wollen jetzt sofort die Renten senken.
 Argument 3: «Ohne Änderung des Umwandlungssatzes sind die Pensionskassen gefährdet.» 
Das Gegenteil ist der Fall. Die unnötige Rentensenkung untergräbt das Vertrauen in die Pensionskassen. Unter Umständen werden die Versicherungsgesellschaften ohne Senkung des Umwandlungssatzes nicht mehr Milliardengewinne machen können, wie das in den vergangenen Jahren der Fall war. Das ist aber auch nicht schlimm. Denn unsere berufliche Vorsorge ist kein Selbstbedienungsladen für Versicherungen, sondern eine Sozialversicherung.

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