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Jahresversammlung und neuer Vorstand

Wir haben anlässlich unserer JV einen neuen Vorstand bestummen. Als Präsident wurde Nicolas Eichenberger gewählt, das Vizepräsidium bilden neu Alexandra Köbelin und Philipp Schuler. Sekretärin ist Livia Kläui und als Beisitzende wurden Nino Russano, Hasret Cun, Michael Sommer, Hannes Hui und Marina Waibel gewählt.

Nebenjob für einen Regierungsrat?

Der Erziehungsdirektor Conradin Cramer möchte Privatdozent an der Uni Basel werden.
Stattdessen sollte er sich lieber auf seine Aufgabe als Regierungsrat konzentrieren.
Erziehungsdirektor Conradin Cramer ist kurz davor die Lehrberechtigung zu erhalten.
Während Conradin Cramer dies tut, weil er eine Faszination für die Lehrtätigkeit hat,
scheinen das einige Basler Primarlehrkräfte nicht mehr zu haben. Grund dafür ist der
Leistungswahn an Basler Schulen, der schon im Kindergarten beginnt. „Wenn Conradin
Cramer Freude an der wissenschaftlichen Arbeit hat, soll er doch
erziehungswissenschaftliche Texte lesen.“, so Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO
Basel-Stadt.
In einem Leserbrief in der BaZ finden Lehrpersonen, dass seit Jahren kritische Einwände,
die pädagogisch begründet seien, oft nicht ernst genommen werden würden. Auch der
Wechsel im Erziehungsdepartement hat an dieser Tatsache nichts geändert, ganz entgegen
den Beteuerungen von Cramer im Wahlkampf. „Conradin Cramer soll sich lieber um die
Anpassung der Laufbahnverordnung kümmern. So können die siebenseitigen Lernberichte
in den Kindergärten bald der Vergangenheit angehören.“, findet Marina Waibel,
Vorstandsmitglied der JUSO.
Etwas Gutes kann die JUSO dem Engagement des Regierungsrates aber abgewinnen:
“Regierungsrat Cramer wird die Verschärfung der finanziellen Verhältnisse an der Uni, die er
selbst massgeblich mitverursacht hat, am eigenen Leib spüren” kommentiert Kohler.
Weitere Auskünfte
Mirjam Kohler
Präsidentin JUSO Basel-Stadt
079 961 77 41

Lohnungleichheit: Arbeitsverbot für Frauen ab 6.11.!

Frauen erhalten auch heute noch ca. 15% weniger Lohn als Männer. Umgerechnet bedeutet dies, dass Frauen ab dem 6. November bis Ende Jahr gratis arbeiten. Die JUSO Basel-Stadt fordert darum, dass Frauen im gesamten Kanton ab dem 6. November nicht mehr arbeiten dürfen, ihren Lohn aber bis Ende Jahr beziehen.

Seit 36 Jahren ist die Gleichstellung der Geschlechter in der Bundesverfassung verankert. Trotzdem verbessert sich das Problem der Lohnungleichheit nur langsam.

“Frauen erleben Diskriminierung auch auf finanzieller Ebene – aufgrund der tieferen Löhne ist auch ihre Rente deutlich tiefer als die der Männer. Dieser Zustand ist in einer angeblich so fortschrittlichen Gesellschaft wortwörtlich ein Armutszeugnis”

erklärt Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO Basel-Stadt.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Care-Arbeit endlich anerkennen!

Doch nicht nur die Lohnungleichheit ist ein Problem: Frauen leisten den grössten Teil der bezahlten und unbezahlten Care-Arbeit, der Pflege und Betreuung von Kindern, kranken oder alten Menschen. Die JUSO Basel-Stadt fordert, dass Care-Arbeit endlich anerkannt und entsprechend entlöhnt wird.

CHF 1.- statt 20% kürzen!

Die JUSO Basel-Stadt präsentiert eine Alternative zu den vorgeschlagenen 20% Kürzungen der Sozialhilfe bei vorläufig Aufgenommenen: Der Kanton soll die Beiträge um monatlich maximal CHF 1.- senken.

“Die Auflage aus Bundesbern, dass vorläufig Aufgenommene Geflüchtete weniger Sozialhilfe bekommen müssen, ist rassistisch und absurd. Solche Auflagen, die schlussendlich niemandem nutzen, aber viele neue Probleme verursachen, sollten als das behandelt werden, was sie sind: Ein schlechter Witz” erklärt Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO Basel-Stadt. Der Kanton könnte so die Vorgaben umsetzen, ohne den finanziellen Druck auf die Betroffenen noch weiter zu erhöhen. “Zwanzig Prozent ist deutlich zu viel. Wir reden hier von Existenzsicherung und nicht von Luxus!” ergänzt Nicolas Eichenberger, Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt.

Das Wohnraumfördergesetz als Zusatzgewicht an der Abrissbirne und Fehlentscheid

Mit Unverständnis hat die JUSO Basel-Stadt vom Entscheid des Appellationsgericht betreffend des Abrisses der Häusern am Steinengraben zur Kenntnis genommen. Sie fordert umgehende Anpassungen am Wohnraumfördergesetz.

Die JUSO Basel-Stadt hält nichts vom Entscheid des Appellationsgerichts, die Rekurse gegen den Abriss der Häuser am Steinengraben 28-36 abzulehnen. “Dass Menschen mit dem Argument, Planungssicherheit für die Investorin Helvetia Versicherung zu schaffen, auf die Strasse gesetzt werden, zeugt von den falschen Prioritäten, die hier gesetzt werden” kommentiert Mirjam Kohler, Präsidentin der Jungsozialist*innen BS. Der JUSO Basel-Stadt ist bewusst, dass sie damals das neue Wohnraumfördergesetz unterstützt hat. “Heute würden wir uns in dieser Frage anders entscheiden”, meint Philipp Schuler, Vorstandsmitglied der JUSO Basel-Stadt weiter.

Das Gesetz anpassen – jetzt!

Für die Jungpartei ist klar: Der Steinengraben ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Bedürfnisse der Investor*innen höher gewichtet werden, als die Tatsache, günstigen Wohnraum zu erhalten, beziehungsweise zu schaffen. “Ein grosser Fehler im Wohnraumfördergesetz ist, dass bei den Neubauten auch Parkfläche als Wohnraum zählt, wenn es darum geht, die gleiche Wohnfläche neu zu erstellen” so Kohler. Die JUSO Basel-Stadt sieht folgende Änderungen am Gesetz als unumgänglich:
Abbruch von bestehenden Wohnungen nur, wenn zwingende sicherheitstechnische Mängel oder städteplanerische Notwendigkeit vorliegen
Preisdeckelung bei den Neubauten auf dem Niveau der alten Bauten
Als Wohnfläche dürfen weder Treppenhäuser noch Autoabstellräume ect. gelten
Erstmietrecht für die Bewohner*innen der abgerissenen Häuser im Neubau
Somit äussert die JUSO Basel-Stadt ganz grundsätzliche Kritik an der Basler Wohnbaupolitik. “Die Wohnpolitik muss sich grundlegend ändern. Weg von einer Politik für Investor*innen, hin zu einer aktiv gestaltenden Politik, die Wohnraum und Zwischennutzungen für alle ermöglicht und somit den Einwohner*innen zugute kommt”, schliesst Schuler ab.

Die Uni fängt an – die JUSO hört nicht auf

Zum Semesterbeginn der Universität Basel hat die JUSO Basel-Stadt mit einer Fotoaktion auf die finanzielle Katastrophe der Uni aufmerksam gemacht. Gleichzeitig denkt die Jungpartei über ein Referendum nach.

Die Aktion mit Fokus auf die geplanten Erhöhungen der Studiengebühren zielte darauf ab, die Hauptverantwortlichen des neuen Leistungsauftrags und dessen Umsetzung zu thematisieren. Die JUSO wehrt sich vehement gegen die Erhöhung der Studiengebühren und Abbaumassnahmen auf Kosten der Angestellten, Studierenden und der Forschung. Die JUSO Basel-Stadt hat vor zwei Wochen zusammen mit anderen Parteien und Organisationen eine entsprechende Petition lanciert. Bereits vor Beginn des Studiums wurde sie von über 1’500 Menschen unterschrieben. „Wir werden nicht einfach herumsitzen und dabei zuschauen, wie die Auswirkungen gescheiteter Finanzpolitik sowohl die Uni selbst, wie die Studierenden und Angestellten bedrohen.“, so Philipp Schuler, Vorstandsmitglied der JUSO-Basel-Stadt. Die JUSO Basel-Stadt ruft darum zusammen mit dem jungen grünen bündnis, der JUSO Baselland und der Marxist Society am 3. Oktober um 18:00 Uhr zur Vollversammlung der Studierenden am Petersplatz auf, um gemeinsam weitere Aktionen zu planen und durchzuführen. Parallel prüft die JUSO Basel-Stadt verschiedene parlamentarische Optionen. „Wir diskutieren die Ergreifung eines Referendums“ erklärt Schuler.