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Bekenntnis zu Gender Studies und Franziska Schutzbach

Die JUSO Basel-Stadt fordert die Universität Basel auf, sich zu den Gender Studies zu bekennen und Rückgrat zu zeigen bei Angriffen politischer Medienkampagnen.

Wie heute den Medien zu entnehmen war, wird der Lehrauftrag von Franziska Schutzbach an der Universität Basel nicht verlängert. Dieser Entscheid soll nicht der Kampagne seitens der Weltwoche und Basler Zeitung geschuldet sein, sondern bestünde seit Längerem. Wir fordern die Leitung der Universität Basel auf, diesbezüglich Klarheit zu schaffen und sich zu den Gender Studies zu bekennen. “Es sollte auch in der Zukunft möglich sein, Gender Studies und weitere Geisteswissenschaften zu lehren. Das Vorgehen der Universität lässt befürchten, dass hier ein Abbau durch die Hintertüre bevorsteht.” so Nicolas Eichenberger, Präsident der Basler Jungsozialist*innen.

Wir fordern:

-Ein Bekenntnis zu den Gender Studies an der Uni Basel.
-Die Basler UNI soll eine Volluniversität bleiben.

Die Universität muss Rückgrat zeigen gegenüber Schmierkampagnen rechter Medien. Des Weiteren, sollte die Universität die Baselbieter Regierung dazu auffordern, ihren Abbaukurs zu überdenken und die Finanzierung der Volluniversität Basel sicherzustellen. Die provinzielle Baselbieter Regierung sollte keinen Einfluss auf die Lehrgänge der Universität nehmen dürfen. Deren Einflussnahme totzuschweigen ist nicht akzeptabel.

 

Jahresversammlung und neuer Vorstand

Wir haben anlässlich unserer JV einen neuen Vorstand bestummen. Als Präsident wurde Nicolas Eichenberger gewählt, das Vizepräsidium bilden neu Alexandra Köbelin und Philipp Schuler. Sekretärin ist Livia Kläui und als Beisitzende wurden Nino Russano, Hasret Cun, Michael Sommer, Hannes Hui und Marina Waibel gewählt.

Nebenjob für einen Regierungsrat?

Der Erziehungsdirektor Conradin Cramer möchte Privatdozent an der Uni Basel werden.
Stattdessen sollte er sich lieber auf seine Aufgabe als Regierungsrat konzentrieren.
Erziehungsdirektor Conradin Cramer ist kurz davor die Lehrberechtigung zu erhalten.
Während Conradin Cramer dies tut, weil er eine Faszination für die Lehrtätigkeit hat,
scheinen das einige Basler Primarlehrkräfte nicht mehr zu haben. Grund dafür ist der
Leistungswahn an Basler Schulen, der schon im Kindergarten beginnt. „Wenn Conradin
Cramer Freude an der wissenschaftlichen Arbeit hat, soll er doch
erziehungswissenschaftliche Texte lesen.“, so Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO
Basel-Stadt.
In einem Leserbrief in der BaZ finden Lehrpersonen, dass seit Jahren kritische Einwände,
die pädagogisch begründet seien, oft nicht ernst genommen werden würden. Auch der
Wechsel im Erziehungsdepartement hat an dieser Tatsache nichts geändert, ganz entgegen
den Beteuerungen von Cramer im Wahlkampf. „Conradin Cramer soll sich lieber um die
Anpassung der Laufbahnverordnung kümmern. So können die siebenseitigen Lernberichte
in den Kindergärten bald der Vergangenheit angehören.“, findet Marina Waibel,
Vorstandsmitglied der JUSO.
Etwas Gutes kann die JUSO dem Engagement des Regierungsrates aber abgewinnen:
“Regierungsrat Cramer wird die Verschärfung der finanziellen Verhältnisse an der Uni, die er
selbst massgeblich mitverursacht hat, am eigenen Leib spüren” kommentiert Kohler.
Weitere Auskünfte
Mirjam Kohler
Präsidentin JUSO Basel-Stadt
079 961 77 41

Lohnungleichheit: Arbeitsverbot für Frauen ab 6.11.!

Frauen erhalten auch heute noch ca. 15% weniger Lohn als Männer. Umgerechnet bedeutet dies, dass Frauen ab dem 6. November bis Ende Jahr gratis arbeiten. Die JUSO Basel-Stadt fordert darum, dass Frauen im gesamten Kanton ab dem 6. November nicht mehr arbeiten dürfen, ihren Lohn aber bis Ende Jahr beziehen.

Seit 36 Jahren ist die Gleichstellung der Geschlechter in der Bundesverfassung verankert. Trotzdem verbessert sich das Problem der Lohnungleichheit nur langsam.

“Frauen erleben Diskriminierung auch auf finanzieller Ebene – aufgrund der tieferen Löhne ist auch ihre Rente deutlich tiefer als die der Männer. Dieser Zustand ist in einer angeblich so fortschrittlichen Gesellschaft wortwörtlich ein Armutszeugnis”

erklärt Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO Basel-Stadt.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Care-Arbeit endlich anerkennen!

Doch nicht nur die Lohnungleichheit ist ein Problem: Frauen leisten den grössten Teil der bezahlten und unbezahlten Care-Arbeit, der Pflege und Betreuung von Kindern, kranken oder alten Menschen. Die JUSO Basel-Stadt fordert, dass Care-Arbeit endlich anerkannt und entsprechend entlöhnt wird.

CHF 1.- statt 20% kürzen!

Die JUSO Basel-Stadt präsentiert eine Alternative zu den vorgeschlagenen 20% Kürzungen der Sozialhilfe bei vorläufig Aufgenommenen: Der Kanton soll die Beiträge um monatlich maximal CHF 1.- senken.

“Die Auflage aus Bundesbern, dass vorläufig Aufgenommene Geflüchtete weniger Sozialhilfe bekommen müssen, ist rassistisch und absurd. Solche Auflagen, die schlussendlich niemandem nutzen, aber viele neue Probleme verursachen, sollten als das behandelt werden, was sie sind: Ein schlechter Witz” erklärt Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO Basel-Stadt. Der Kanton könnte so die Vorgaben umsetzen, ohne den finanziellen Druck auf die Betroffenen noch weiter zu erhöhen. “Zwanzig Prozent ist deutlich zu viel. Wir reden hier von Existenzsicherung und nicht von Luxus!” ergänzt Nicolas Eichenberger, Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt.

Das Wohnraumfördergesetz als Zusatzgewicht an der Abrissbirne und Fehlentscheid

Mit Unverständnis hat die JUSO Basel-Stadt vom Entscheid des Appellationsgericht betreffend des Abrisses der Häusern am Steinengraben zur Kenntnis genommen. Sie fordert umgehende Anpassungen am Wohnraumfördergesetz.

Die JUSO Basel-Stadt hält nichts vom Entscheid des Appellationsgerichts, die Rekurse gegen den Abriss der Häuser am Steinengraben 28-36 abzulehnen. “Dass Menschen mit dem Argument, Planungssicherheit für die Investorin Helvetia Versicherung zu schaffen, auf die Strasse gesetzt werden, zeugt von den falschen Prioritäten, die hier gesetzt werden” kommentiert Mirjam Kohler, Präsidentin der Jungsozialist*innen BS. Der JUSO Basel-Stadt ist bewusst, dass sie damals das neue Wohnraumfördergesetz unterstützt hat. “Heute würden wir uns in dieser Frage anders entscheiden”, meint Philipp Schuler, Vorstandsmitglied der JUSO Basel-Stadt weiter.

Das Gesetz anpassen – jetzt!

Für die Jungpartei ist klar: Der Steinengraben ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Bedürfnisse der Investor*innen höher gewichtet werden, als die Tatsache, günstigen Wohnraum zu erhalten, beziehungsweise zu schaffen. “Ein grosser Fehler im Wohnraumfördergesetz ist, dass bei den Neubauten auch Parkfläche als Wohnraum zählt, wenn es darum geht, die gleiche Wohnfläche neu zu erstellen” so Kohler. Die JUSO Basel-Stadt sieht folgende Änderungen am Gesetz als unumgänglich:
Abbruch von bestehenden Wohnungen nur, wenn zwingende sicherheitstechnische Mängel oder städteplanerische Notwendigkeit vorliegen
Preisdeckelung bei den Neubauten auf dem Niveau der alten Bauten
Als Wohnfläche dürfen weder Treppenhäuser noch Autoabstellräume ect. gelten
Erstmietrecht für die Bewohner*innen der abgerissenen Häuser im Neubau
Somit äussert die JUSO Basel-Stadt ganz grundsätzliche Kritik an der Basler Wohnbaupolitik. “Die Wohnpolitik muss sich grundlegend ändern. Weg von einer Politik für Investor*innen, hin zu einer aktiv gestaltenden Politik, die Wohnraum und Zwischennutzungen für alle ermöglicht und somit den Einwohner*innen zugute kommt”, schliesst Schuler ab.