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Rassismus und Antisemitismus an der Fasnacht: JUSO reicht Strafanzeige ein

Als Reaktion auf die PNOS-Aktion an der diesjährigen Fasnacht reicht die JUSO Basel-Stadt Anzeige gegen die Beteiligten ein.

“Die Aktion der PNOS hatte ganz klar antisemitische und rassistische Bezüge. Das darf nicht einfach so hingenommen werden” erklärt Livia Kläui. Die JUSO Basel-Stadt erfüllt mit dieser Anzeige eine Aufgabe, die nach Meinung der Jungpartei durch das Fasnachtskomitee erledigt hätte werden müssen: “Es ist für uns unverständlich, wieso das Komitee nicht klare Kante gegen Rechtsextremismus zeigt sondern sich aus der Verantwortung stiehlt” kommentiert Nicolas Eichenberger. Die JUSO Basel-Stadt ist zuversichtlich, dass es zu einer Verurteilung der PNOS-Mitglieder gemäss Art. 261bis StGB kommen wird.

Die CVP beider Basel muss sich von evangelikalen Sekten klar distanzieren

Falls sich die Vorwürfe gegen die Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller-Kaderli erhärten, fordert die JUSO Basel-Stadt ihren sofortigen Rücktritt. Homophobie und religiöser Fanatismus jeglicher Couleur haben in unserer Gesellschaft nichts verloren!

In Europa tritt seit mehreren Jahren vermehrt ein rückständiges und gefährliches Gedankengut wieder zu Tage, welches man sich eigentlich für als längst ausgestorben erhofft hatte. Nun hat dieses Phänomen womöglich auch die CVP Baselland heimgesucht. „Eigentlich hatte die CVP in den letzten Jahren grosse gesellschaftspolitische Fortschritte gemacht. Es wäre erschreckend, wenn sie sich lieber durch stupide Homophobie an religiöse Phantasten anbiedert, als auf die sonst vordergründig hochgehaltenen „christlichen“ Werte wie Nächstenliebe zu bauen“, meint Philipp Schuler, Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt.

Als kleiner Gedankenanstoss meint Marina Waibel, Vorstandsmitglied und wie Müller-Kaderli auch Kindergärtnerin an ihre Adresse gerichtet: „Sie wird wohl auch das Kinderlied „Gott het alli Mensche in sine Händ“ kennen – an die darin vermittelten Werte der Gleichheit soll sie sich doch bitte halten, anstatt auf vorsintflutliche Stereotypen wie Ausgrenzung und Stigmatisierung zu setzen.“

Die JUSO Basel-Stadt fordert deshalb die kantonalen Sektionen beider Basel der CVP dazu auf, sich vehement von solchen Äusserungen sowie der Annäherung an solch gefährliche fundamentalistische Gruppierungen zu distanzieren. Erhärtet sich der Vorwurf der Homophobie gegen CVP-Präsidentin Brigitte Müller-Kaderli und die Anbiederung ihrer Kantonalpartei an evangelikale Sekten, fordert die JUSO Basel-Stadt ihren sofortigen Rücktritt. Philipp Schuler meint abschliessend dazu: „Ob christliche Fundamentalisten, Salafisten oder sonstige religiösen Wirrköpfe – sie alle sind Gift für unsere Gesellschaft und müssen bekämpft werden!“

Parolen für den 4. März

An der Mitgliederversammlung vom 08.01.2018 haben wir die Parolen für die Abstimmungen vom 4. März gefasst

Kantonale Vorlagen:
Die JUSO Basel-Stadt empfiehlt die Initiative ​«Nachhaltige und faire Ernährung» zur Annahme.

Zudem empfehlen wir die Vorlage «Für eine zeitgemässe finanzielle Absicherung von Magistratspersonen» bzw. ​«Ruhegehaltsinitiative» zur Ablehnung.

Nationale Vorlagen:
Einstimmig haben wir die Nein Parole zur«No-BillagInitiative»(Abschaffung der Radio und Fernsehgebühren» beschlossen.

Die «Finanzordnung 2021» empfehlen wir zur Annahme.

Bekenntnis zu Gender Studies und Franziska Schutzbach

Die JUSO Basel-Stadt fordert die Universität Basel auf, sich zu den Gender Studies zu bekennen und Rückgrat zu zeigen bei Angriffen politischer Medienkampagnen.

Wie heute den Medien zu entnehmen war, wird der Lehrauftrag von Franziska Schutzbach an der Universität Basel nicht verlängert. Dieser Entscheid soll nicht der Kampagne seitens der Weltwoche und Basler Zeitung geschuldet sein, sondern bestünde seit Längerem. Wir fordern die Leitung der Universität Basel auf, diesbezüglich Klarheit zu schaffen und sich zu den Gender Studies zu bekennen. “Es sollte auch in der Zukunft möglich sein, Gender Studies und weitere Geisteswissenschaften zu lehren. Das Vorgehen der Universität lässt befürchten, dass hier ein Abbau durch die Hintertüre bevorsteht.” so Nicolas Eichenberger, Präsident der Basler Jungsozialist*innen.

Wir fordern:

-Ein Bekenntnis zu den Gender Studies an der Uni Basel.
-Die Basler UNI soll eine Volluniversität bleiben.

Die Universität muss Rückgrat zeigen gegenüber Schmierkampagnen rechter Medien. Des Weiteren, sollte die Universität die Baselbieter Regierung dazu auffordern, ihren Abbaukurs zu überdenken und die Finanzierung der Volluniversität Basel sicherzustellen. Die provinzielle Baselbieter Regierung sollte keinen Einfluss auf die Lehrgänge der Universität nehmen dürfen. Deren Einflussnahme totzuschweigen ist nicht akzeptabel.

 

Jahresversammlung und neuer Vorstand

Wir haben anlässlich unserer JV einen neuen Vorstand bestummen. Als Präsident wurde Nicolas Eichenberger gewählt, das Vizepräsidium bilden neu Alexandra Köbelin und Philipp Schuler. Sekretärin ist Livia Kläui und als Beisitzende wurden Nino Russano, Hasret Cun, Michael Sommer, Hannes Hui und Marina Waibel gewählt.

Nebenjob für einen Regierungsrat?

Der Erziehungsdirektor Conradin Cramer möchte Privatdozent an der Uni Basel werden.
Stattdessen sollte er sich lieber auf seine Aufgabe als Regierungsrat konzentrieren.
Erziehungsdirektor Conradin Cramer ist kurz davor die Lehrberechtigung zu erhalten.
Während Conradin Cramer dies tut, weil er eine Faszination für die Lehrtätigkeit hat,
scheinen das einige Basler Primarlehrkräfte nicht mehr zu haben. Grund dafür ist der
Leistungswahn an Basler Schulen, der schon im Kindergarten beginnt. „Wenn Conradin
Cramer Freude an der wissenschaftlichen Arbeit hat, soll er doch
erziehungswissenschaftliche Texte lesen.“, so Mirjam Kohler, Präsidentin der JUSO
Basel-Stadt.
In einem Leserbrief in der BaZ finden Lehrpersonen, dass seit Jahren kritische Einwände,
die pädagogisch begründet seien, oft nicht ernst genommen werden würden. Auch der
Wechsel im Erziehungsdepartement hat an dieser Tatsache nichts geändert, ganz entgegen
den Beteuerungen von Cramer im Wahlkampf. „Conradin Cramer soll sich lieber um die
Anpassung der Laufbahnverordnung kümmern. So können die siebenseitigen Lernberichte
in den Kindergärten bald der Vergangenheit angehören.“, findet Marina Waibel,
Vorstandsmitglied der JUSO.
Etwas Gutes kann die JUSO dem Engagement des Regierungsrates aber abgewinnen:
“Regierungsrat Cramer wird die Verschärfung der finanziellen Verhältnisse an der Uni, die er
selbst massgeblich mitverursacht hat, am eigenen Leib spüren” kommentiert Kohler.
Weitere Auskünfte
Mirjam Kohler
Präsidentin JUSO Basel-Stadt
079 961 77 41