Im Kampf gegen Gewalt an Frauen: Wir fordern sichere Bars und Clubs und ein Schulfach Feminismus!

Häusliche Gewalt wird oft verharmlost und Opfer werden nicht ernst genommen. Die Zahlen sprechen jedoch für sich: Alle zwei Wochen stirbt in der Schweiz eine Frau an den Folgen von häuslicher Gewalt. Mord ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Die JUSO Basel-Stadt fordert endlich wirksame Massnahmen im Kampf gegen Gewalt an Frauen.

Die JUSO Basel-Stadt fordert eine rasche Umsetzung der im April überwiesenen Motion betreffend die Umsetzung der Istanbul-Konvention, die eine bedarfsgerechte Erhöhung der Schutzplätze im Frauenhaus beider Basel verlangt. Ausserdem sollen auch sonst genügend Mittel für Beratungsstellen zur Verfügung stehen, denn Gewalt an Frauen findet nicht nur hinter verschlossenen Türen statt. Die JUSO Basel-Stadt fordert deshalb vom Kanton Basel-Stadt einen gesamtheitlichen Plan.

So braucht es beispielsweise auch Massnahmen, um den Ausgang sicherer zu machen. Denn Frauen erleben noch immer viel zu oft physische und psychische Gewalt. «Gastrounternehmen und Clubs sollen ein Awareness-Konzept haben und dafür sorgen, dass sich Frauen im Ausgang sicher fühlen.», findet Jessica Brandenburger, die auf der Frauen*liste der JUSO Basel-Stadt kandidiert.

Den Jungsozialistinnen und Jungsozialisten ist aber auch klar, dass Gewalt an Frauen ein strukturelles Problem ist. Um langfristig gesellschaftlich etwas zu verändern, soll deshalb bei der Bildung angesetzt werden: «Gleichstellung muss im Lehrplan verankert werden und es braucht ein Schulfach Feminismus.», so Julia Baumgartner, auch Nationalratskandidatin der JUSO Basel-Stadt.

Kommentare sind geschlossen.