Klybeck nicht kampflos den Bodenspekulanten überlassen: Positionspapier als Forderungskatalog für eine soziale Stadtentwicklung

Der Verkauf des Klybeckareals von Novartis an Bodenspekulanten kommt überraschend: Die JUSO Basel-Stadt bestehen auf einer sozialen Stadtentwicklung und ziehen im Falle eines unausgewogenen Bebauungsplans ein Referendum in Betracht. Gleichzeitig stellen sie ein Positionspapier mit konkreten Forderungen zur Arealentwicklung Klybeck vor.

Mit Verwunderung nehmen die Basler Jungsozialist*innen den Verkauf des Klybeckareals von Novartis an eine neue geschaffene Investmentfirma zur Kenntnis. ​“Dieser Verkauf ist sehr bedauerlich, da mit solchen Bodenspekulanten nicht mit der dringend benötigten sozialen Stadtentwicklung zu rechnen ist.”​, erläutert Renate Takacs, Vorstandsmitglied der Basler Jungsozialist*innen.

Das Credo der JUSOs: Mitgestalten! Die Partei bringt sich in Form eines konkreten Forderungskatalogs konstruktiv in die Arealentwicklung ein. ​“Keinesfalls wollen wir eine Transformation des Klybeck-Areals verhindern. Wir fordern jedoch eine soziale und ökologische Entwicklung. Das Klybeck soll ein Quartier für alle werden”​, fasst Lukas Gruntz, Architekt und Leiter der Arbeitsgruppe Stadtentwicklung, zusammen. Die Forderungen umfassen beispielsweise einen Mindestanteil von zwei Dritteln der Bruttogeschossfläche für gemeinnützigen Wohnraum, nutzbare Dachflächen (z.B. in Form von Grünflächen), die Förderung von kleingewerblichen und kulturellen Nutzungen in den Erdgeschossen oder die Altlasten-Sanierung nach dem Verursacherprinzip. Diese und weitere Punkte sollen vom Grossen Rat in den Bebauungsplan aufgenommen werden. ​“Das Klybeck-Areal ist aktuell Industrie- und Gewerbezone. Erst nach einer Umzonung wird das Land für Investoren rentabel. Sie sind also auf die Politik angewiesen. Deshalb fordern wir einen Deal zugunsten einer sozialen Stadtentwicklung”,​ ergänzt Gruntz.

Die JUSO Basel-Stadt ist diesbezüglich auch schon in Kontakt mit anderen linken Parteien und Organisationen, denen das Wohl der Basler Bevölkerung am Herzen liegt. ​“Wir werden jetzt ganz genau hinschauen, wie der kommende Bebauungsplan des Areals aussehen wird. Ist darin zu wenig sozialer Wohnungsbau enthalten und widerstrebt er auch sonst den Bedürfnissen der Menschen, werden wir ein Referendum gegen diesen Bebauungsplan ergreifen”​, schliesst Philipp Schuler, Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt ab.

Das komplette Positionspapier kann hier heruntergeladen werden.

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