JUSO Basel-Stadt fordert ein sofortiges Moratorium für Massenkündigungen

Damit hat die Stimmbevölkerung im vergangenen Juni nicht gerechnet, als sie die vier Wohnschutz-Initiativen angenommen hat: Auch 2019 scheinen Massenkündigungen noch immer zum Tagesgeschehen zu gehören. Die JUSO Basel-Stadt fordert die Regierung dazu auf, dass sie endlich den Willen der Basler Bevölkerung ernst nimmt und ein Moratorium für Massenkündigungen ausspricht.

Seit Jahren ist die Wohnungsnot in Basel hoch, trotzdem wurden immer wieder langjährige Mieterinnen und Mieter aus ihren relativ günstigen Wohnungen geworfen. Ziel davon war und ist es immer, die Gebäude so zu sanieren, dass die Mieten in die Höhe schiessen und mehr Profite zu Lasten der Bevölkerung erzielt werden können. Im letzten Jahr schien sich die Bevölkerung dann siegessicher: Sie nahm die vier Wohnschutz-Initiativen in der Hoffnung an, dass sie dieses unsägliche Vorgehen endlich aufhalten kann. Doch leider weit gefehlt – seit dem die Initiativen angenommen aber noch nicht politisch umgesetzt wurden, flattern vermehrt Massenkündigungen in die Haushalte. Dafür hat Philipp Schuler, Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt, absolut kein Verständnis: “Es wird nun vermehrt auf Vorrat gekündigt, neuestes Beispiel ist die Massenkündigung von 200 Mietparteien in den Hochhäusern am Schorenweg. Die Regierung muss endlich handeln und ein Moratorium für Massenkündigungen verhängen, bis die Wohnschutz-Initiativen gesetzlich umgesetzt sind!”.

Dass die Basler Regierung nicht schon längst gehandelt hat, können die Jungsozialist*innen nicht verstehen, zumal sicheres und bezahlbares Wohnen eines der dringlichsten Anliegen der Basler Bevölkerung ist. “Mit ihrem Nichtstun macht sich die Regierung komplett unglaubwürdig und schürt den Verdruss in der Bevölkerung, dass ihre Stimme am Ende doch nichts bewirken kann”, so Renate Takacs, Vorstandsmitglied der JUSO Basel-Stadt.

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